Get Set ist ein Arbeitsbuch für Erwachsene, dass Unterstützung bei folgenden Aufgaben leistet:
- Erkunden Sie Ihre Möglichkeiten in der Weiterbildung und am Arbeitsmarkt.
- Planen Sie Ihren individuellen Berufsweg und verbessern Sie Ihre Fähigkeiten und Qualifikationen.
- Entwickeln Sie sich weiter und steigern dadurch Ihre persönliche Lebensqualität
- Schaffen Sie Rahmenbedingungen für Vereinbarkeit von Bildung, Arbeit und Familie.
- Werden Sie aktiv in Ihrem sozialen Umfeld.
Sammeln Sie Informationen über Beratungs- und
Get Set betrachtet Ihre Erfahrungen, Fähigkeiten und Stärken sowie Ihre Lebenssituation als Ganzes:
- Erforschen Sie, was Sie gut könne.
- Finden Sie heraus, was Sie möglicherweise davon abhält, ihre Fähigkeiten anzuwenden und zu zeigen.
- Entwickeln Sie für sich Lösungen für die Zukunft, auch wenn Sie Ihnen heute noch nicht möglich erscheinen.
Das Arbeitsbuch können Sie auf verschiedene Weisen nutzen
- Sie können damit alleine arbeiten, wenn Sie eigenständig Ihren Berufs- und Lebensweg planen wollen oder wenn Sie es als Grundlage für ein Gespräch mit Ihrem Berater benutzen wollen.
- Sie können aber auch in der Gruppe arbeiten, wenn Sie beispielsweise Ihre Erfahrungen und Ideen mit anderen austauschen wollen.
- Sie können aber auch Einzelarbeit und Gruppenarbeit mit diesem Arbeitsbuch kombinieren.
Anleiter und Berater können das Get Set-Arbeitsbuch für erwachsene Lernende einsetzen im Rahmen von Qualifizierungs- und Berufswegeberatung, sowie im Feld der sozialen Arbeit.
GetSet beruht auf drei Prinzipien
- Motivation und Verantwortlichkeit: Sie als erwachsene Lernende sind die Schlüsselpersonen im Prozess. Sie bestimmen selbst, welche Themen sie bearbeiten und welche Art von Erfahrungen Sie machen. Sie setzen sich Ihre Ziele selbst.
- Dialog und Unterstützung: Der Berater sagt Ihnen nicht, was Sie tun sollen, sondern unterstützt Sie bei Ihrer Entscheidungsfindung im Dialog.
- Prozessorientierung: Idealerweise erstellen Sie einen Plan zu Ihren Themen und Zielen, die Sie bearbeiten möchten. Im Prozess können Sie diesen Plan ändern.
Einige Überlegungen zum Beratungsprozess
Die Beratung soll persönlichkeitsorientiert sein. Die Aktivierung von Veränderungskompetenz mit Bezug auf beschäftigungsbezogenes Verhalten nimmt ihren Ausgang in der Erörterung umfassend verstandener, jeweils individuell ausgeprägter Befähigungsprofile. Sie bezieht Biografie und Lebensumstände ein. Dabei ist die Selbstbegrenzung des Beratungsanspruchs zu beachten. Es geht nicht um Lebensberatung im Allgemeinen. Es geht um die Entwicklung von realistischen Optionen mit den und für die zu Beratenden im Kontext beruflicher Entscheidungen. Es geht um zielführende Veränderungsbereitschaft, Weiterbildungsbereitschaft, Aufmerksamkeitsfokussierung.
Die jeweils Ratsuchenden stehen im Vordergrund. Bei aller objektiven Orientierung des Projekts auf den Faktor Humankapital gilt grundsätzlich: zu fördern sind individuelle Kompetenzen unter dem ethischregulativen Aspekt, dass diese zur Würde der Menschen gehören und sich zu greifbarer Verwertbarkeit widerspenstig verhalten. Da es auch um die Entwicklung realistischer Arbeitsmarktperspektiven geht, was auf Seiten der Beratenden umfangreiche und u. U. auch detaillierte Arbeitsmarktkenntnisse voraussetzt, wird es gegebenenfalls notwendig sein, weitere Expertinnen und Experten in die Beratung einzubinden. Diese Einbeziehung kann auf unterschiedliche Weisen erfolgen und erfolgt sowohl in Eigeninitiative der zu Beratenden als auch mit Unterstützung der Beratenden.
Migrantinnen und Migranten werden in der Beratung mit ihren jeweils individuell und kulturell ausgeprägten Potenzialen wahrgenommen und nicht auf ihre Defizite (z.B. fehlende Kompetenz in der deutschen Sprache) begrenzt.
Es gibt keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit. Deshalb sind die unterschiedlichen Lebens- und Berufssituationen und Interessen der Rat suchenden Frauen und Männer von vornherein und regelmäßig zu reflektieren und zu berücksichtigen. Diese Vorgabe bezieht sich sowohl auf die Haltungen, Kompetenzen und Kenntnisse von Beratenden als auch auf die der zu Beratenden. Dies setzt u. U. voraus, dass die Beratenden über geschlechtssensible Informationen zur regionalen Arbeitsmarktsituation und zur Ausgangslage der Zielgruppe verfügen.
Einige Überlegungen zum Beratungsprozess (.doc)
